CouncilEurope

Übereinkommen über die Ausarbeitung eines Europäischen Arzneibuches

(ETS Nr. 50)

Vertrag aufgelegt zur Unterzeichnung durch die Regierung am 22. Juli 1964 in Straßburg.

Inkrafttreten : 8. Mai 1974.

Zusammenfassung

Ziel des Übereinkommens ist es, die Normen für Arzneimittel in ihrem ursprünglichen Zustand oder in Form pharmazeutischer Präparate aufeinander abzustimmen. Die Vertragsparteien verpflichten sich, schrittweise ein Europäisches Arzneibuch auszuarbeiten. Das Europäische Arzneibuch wird zur amtlichen Norm, die in den beteiligten Staaten gilt. Es wird von der Europäischen Arzneibuchkommission erstellt, die die allgemeinen Grundsätze, die bei der Ausarbeitung des Europäischen Arzneibuches anzuwenden sind, bestimmt. Die Kommission beschließt die Untersuchungsmethoden, veranlaßt die Ausarbeitung und Annahme der aufzunehmenden Monographien und empfiehlt die Festsetzung von Fristen, innerhalb derer ihre Beschlüsse fachlicher Art in den Hoheitsgebieten der Vertragsparteien durchzuführen sind.

Die Europäische Arzneibuchkommission arbeitet unter der Aufsicht des Gesundheitsausschusses.

Das Protokoll (ETS Nr. 134) sieht den Beitritt der Europäischen Union zur Konvention vor und legt die Modalitäten für ihre Beteiligung an der Europäischen Arzneibuchkommission fest.